Gesundheitspost

Ausgabe: Herbst 2004

Angelikawurzel

Ihr botanischer Name ist Angelica archangelica.

Diese nordische Pflanze wurde im Mittelalter in Klostergärten vor allem als Mittel gegen die Pest angebaut. Ihre beiden Namen beziehen sich wohl auf die überirdischen Kräfte, die der Pflanze zugeschrieben wurden. Einer Legende zufolge soll der Erzengel Raphael einen Einsiedler auf die Heilkraft der Pflanze aufmerksam gemacht haben. Wegen ihres Gehaltes an ätherischem Öl riecht die Pflanze stark würzig. Im Geschmack ist sie zunächst aromatisch, dann scharf, bitter und anhaltend brennend.

Angelica archangelica findet Verwendung in der Volksheilkunde: bei Rheuma, Husten Menstruationsbeschwer-den, Appetitlosigkeit, Völlegefühl, leichten Magen-Darm-Krämpfen sowie bei Leber- und Gallenkrankheiten. Verwendet werden Flüssigextrakt, Tinktur, ätherisches Öl oder die lose getrocknete Wurzel als Tee.

Anwendungsbeispiel bei Magen-Darmbeschwerden (nicht während der Schwangerschaft):
1Teelöffel Wurzel auf 150 ml mit kochendem Wasser übergießen und 10 min. ziehen lassen. 1-2 mal 30 min. vor dem Essen trinken.

In der Konditorei findet der Stängel der Pflanze – wie anfangs erwähnt – ebenfalls Gebrauch, und zwar in kandierter Form für Lebkuchen.

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