Ausgabe: Winter 2009
Neue Serie: von Anis bis Zitronenmelisse
Gewürze helfen nicht nur unsere Nahrung appetitlicher, sondern auch besser verdaulich zu machen. Außerdem liefern sie uns wichtige Mineralien. Man kann sich heute fast nicht mehr vorstellen, dass ein halbes Kilo Ingwer einst den Wert eines Schiffes besaß und ein Sack Pfeffer ein Menschenleben wert war. Kräuter und Gewürze sind heute relativ günstig, vor allem angesichts der kleinen Mengen, die wir benötigen, um ein Gericht zu würzen. Gewürze werden oftmals auch als Heilkräuter verwendet und können in hochwertiger Qualität in der Apotheke bezogen werden. Wir werden Ihnen in den nächsten Ausgaben der Gesundheitspost einige Gewürze und Heilpflanzen vorstellen.
Wir beginnen mit einem einheimischen Gewürz, dem Quendel oder Feldthymian (Thymus serpyllum).
Der Quendel ist ein wildwachsender Halbstrauch, der 10-60 cm hoch wird, kriechend wächst und in verschiedenen Rosatönen blüht. Er ist seit Jahrtausenden ein geschätztes Würz- und Heilkraut, das jedoch heute zu Unrecht aus den Gewürzregalen verschwunden ist. Die dem Thymian nah verwandte Heilpflanze war schon den Griechen bekannt.
Der Quendel ist ein Gewürz, das bei Erkrankungen jeglicher Art in der Krankenkost verwendet werden sollte, um die Entgiftungsorgane des Körpers zu unterstützen. Ähnlich wie sein Verwandter Thymian ist es schleimlösend. Daher empfiehlt es sich sowohl als Tee, aber auch als Inhalation und Kräuterkompresse bei Bronchitis, Husten, Schnupfen und anderen Krampfzuständen.
Aus: P.O. Zizenbacher (2003): Gewürze. Apotheke über dem Herd. Freya Verlag Unterweitersdorf
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