Ausgabe: Frühjahr 2005
Haare und Nägel gehören zu den Hautanhangsgebilden, das heißt dass sie von Hautzellen gebildet werden. Selber jedoch sind sie totes Gewebe aus abgestorbenen Hornzellen, weswegen sie auch schmerzlos abgeschnitten werden können.
Das Haar besteht vor allem aus Keratin, und aus Melanin-Pigmenten, die die Haarfarbe bestimmen. Die Pigmente befinden sich in der Haarhülle und verschwinden mit zunehmenden Alter – das Haar ergraut.
Die Anzahl der Haare wird von der Haarfarbe bestimmt:
Die meisten, nämlich 140.000 Haare tragen blonde Menschen auf dem Kopf, Schwarz- und Braunhaarige 110.000 bis 100.000, und Rothaarige „nur“ 90.000.
Ein Haar lebt zwischen 2 und 7 Jahren und wächst durchschnittlich 0,35mm pro Tag, was cirka 1cm im Monat entspricht. Die für die Haarneubildung benötigten Nährstoffe (Proteine, Aminosäuren und Vitamine) werden von der Haarwurzel aus vielen kleinen Blutgefässen – den Kapillaren der Lederhaut – aufgenommen.
Kommt es im Körper zu einem Nährstoffmangel, wird zuerst bei Haut, Haaren und Nägeln gespart,
um die Versorgung lebenswichtiger Organe aufrecht zu erhalten. Noch dazu stellt das tägliche Haar- und Nägelwachstum für den Körper eine große
Stoffwechselleistung dar. Sollten die Haarwurzeln
über einen längeren Zeitraum unterversorgt sein, stellen sie ihre Tätigkeit ein. Deshalb ist es auch wichtig, den Körper von innen her zu pflegen, um äußerlich schön und kraftvoll zu wirken.
Die Ursache für Haarausfall liegt immer in einer Haarwachstumsstörung begründet. Der Haarfollikel ist sehr empfindlich und reagiert entweder mit eingeschränkter Aktivität oder beschleunigtem Haarwechsel. Fast alle Männer haben genetisch-hormonell bedingt ab einem bestimmten Alter mit Haarausfall zu kämpfen, aber auch bei 80% der Frauen ab 25 werden die Haare im Schläfen- und Mittelkopfbereich spärlicher.
Die Ursache für Haarausfall kann harmlos sein und tritt z.B. einige Monate nach Fieber oder einer Röntgenbestrahlung auf. Auch wenn Haare aufgrund starker Beanspruchung abbrechen erscheinen sie dünner, was oft mit Haarausfall verwechselt wird. (Bei abgebrochenen Haaren ist keine Haarwurzel erkennbar.)
© MarienApotheke, Mag. pharm. Monika ALVARADO-DUPUY KG, Rückertgasse 26, 1160 Wien