Ausgabe: Herbst 2007
Das Wichtigste auf einer Seite:
1. Jeder kann Kopfläuse bekommen. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch den direkten Kopf zu Kopf Kontakt.
2. Nur durch ein wiederholtes und genaues Untersuchen des ganzen Haares kann ein Befall ausgeschlossen werden (Punkt 6).
3. Untersucht werden sollen jene, die sich am Kopf kratzen oder in deren Umfeld (Klasse, Kindergarten, Turnverein, Familie, etc.) Läuse vorkommen. Kopflausbefall muss nicht immer einen Juckreiz verursachen!
4. Für eine Behandlung mit Lausshampoos lassen Sie sich zuvor in der Apotheke beraten und halten Sie sich an die Angaben des Herstellers. Behandelt werden soll nur, wer wirklich Läuse hat! Schwangere oder stillende Frauen, Säuglinge und Kleinkinder, Personen, die an Krankheiten oder Verletzungen der Kopfhaut, an Allergien, Asthma, Epilepsie oder anderen vorbestehenden Krankheiten leiden, sollten vor einer Anwendung den Arzt konsultieren.
5. Lesen Sie die Packungsbeilage. Lassen Sie das Mittel laut Gebrauchsanweisung lang genug einwirken. Zum Ausspülen des Produkts den Kopf vornüber über den Badewannenrand halten; dadurch vermeiden Sie die unnötige Aufnahme des Lausshampoos an anderen Stellen des Körpers. Die Augen eventuell abdecken. Das Tragen von Gummihandschuhen ist empfehlenswert. Behandlungsversagen ist möglich – weitere Kontrollen sind in jedem Fall wichtig (siehe Punkt 6)!
6. Kombinieren Sie die chemische Behandlung in jedem Fall mit der Benutzung eines Lauskamms:
2mal wöchentlich im Anschluss an die Haarwäsche. Dazu tragen sie auf das noch nasse Haar
eine normale Haarspülung „Pflegespülung“) großzügig auf. Das so behandelte
Haar mit einem groben Kamm gut vorkämmen. Mit dem Lauskamm
nun das ganze Haar systematisch durchkämmen.
Lauskamm in Küchenpapier ausstreichen und das Resultat am Papier untersuchen.
7. Reinigung von Bettbezügen, Kleidern, Polstermöbeln, Spielsachen etc:
Kopfläuse können nur in menschlichem Kopfhaar überleben! Sie dürfen also mit gutem Gewissen die
Reinigung unterlassen, vorausgesetzt Sie führen einen Behandlungszyklus zu Ende! Möchten Sie
zur Beruhigung trotzdem eine Reinigung durchführen, dann gelten folgende Regeln: Bettbezüge und
getragene Kleider bei 60 Grad waschen; Gegenstände staubsaugen oder für 2 Tage nicht benützen.
Kämme und Bürsten für 1Minute in 60 Grad heißes Wasser legen.
8. Ein Behandlungszyklus beinhaltet die Anwendung eines Lausmittels gemäß Packungsbeilage und das 2mal wöchentliche Kämmen mit Lauskamm wie beschrieben (Punkt 6) für etwa einen Monat oder aber bis mindestens 2 Wochen lang keine Läuse mehr im Lauskamm hängen bleiben. Zum Behandlungszyklus gehört auch die wiederholte Kontrolle der restlichen Familienmitglieder.
9. Benachrichtigen Sie Schule, Kindergarten, Kinderkrippen, Tagesheime, Nachbarn, etc.
10. Es ist sinnvoll, lange Haare zusammen zu binden. Dies vermindert Ansteckung und Übertragung.
Das Kämmen des nassen und mit normaler Haarspülung behandelten Haares mit einem guten
Lauskamm gehört in jedem Fall zur Behandlung!
Gleichzeitig sind regelmäßige Kontrollen die beste Vorbeugung.
© MarienApotheke, Mag. pharm. Monika ALVARADO-DUPUY KG, Rückertgasse 26, 1160 Wien