Ausgabe: Herbst 2004
Dass Leinsamen als Abführmittel verwendet werden können, ist altbekannt.
Erhitzt dienen die stark ölhaltigen Samen jedoch auch als ausgezeichnete Wärmespender. So machen sie in Form von Nasen- und Stirnkompressen bei Schnupfen sowie bei Entzündungen der Stirn- und Kieferhöhlen die feinen Flusskanälchen wieder durchgängig und beschleunigen dadurch die Entleerung von Schleim und Eiter.
Außer bei Schnupfen, Stirn- und Keilbeinhöhlenent-zündung helfen Leinsamen auch bei Husten und ober-flächlichem Furunkel (in Form von Leinöl).
Als Hausmittel ist außerdem das „Leinsamensäckchen“ ganz besonders beliebt zur Linderung von Schmerzen: man legt es heiß auf die Wange bei Zahnschmerzen und behandelt unter anderem auch Ischias und Rheuma, Bauchschmerzen, Gallenkoliken, Blasen- und Nieren-leiden durch Auflegen heißer Leinsamenumschläge.
© MarienApotheke, Mag. pharm. Monika ALVARADO-DUPUY KG, Rückertgasse 26, 1160 Wien