Ausgabe: Sommer 2005
Der Mensch besitzt wie fast alle Säugetiere zwei Zahngenerationen: ein Milchgebiss (20 Zähne) und ein Dauergebiss (32 Zähne). Während der Wechsel vom Milchgebiss zum Dauergebiss (Beginn im 6. Lebensjahr) relativ problemlos verläuft, ist das Hervorbrechen der ersten Zähne (Milchgebiss) oft mit beträchtlichen Beschwerden verbunden.
Schon beim Aufbau der Milchzähne in der 12. Schwangerschaftswoche können Sie sich als werdende Mutter Hilfe in der Apotheke holen: z. B. mit dem Aufbaukalk von Weleda, der auch später dem Baby verabreicht werden kann.
Die Zeit des Zahnens fällt häufig mit einer Periode der Stabilisierung der Immunkräfte zusammen. In dieser Übergangszeit kommt es häufiger zu Infekten, die nicht immer zwingend dem „Zahnen“ angelastet werden können. Zögern sie daher nicht, in solchen unklaren Fällen den Kinderarzt zu Rate zu ziehen!
Jedes Kind ist einzigartig!
Selbst innerhalb einer Familie bekommt das eine Kind seine ersten Zähne ohne Schwierigkeiten, während beim anderen alle unangenehmen Symptome des „Zahnens“ auftreten (Durchfall, Fieber, Schnupfen, Ohrenschmerzen, roter Po, ...)
Hilfe bei Beschwerden:
• Die Fingermassage an der gereizten Stelle hilft gegen den Juckreiz und ist gleichzeitig ein Stück Zuwendung
• Der gekühlte Beißring (im Gemüsefach des Kühlschranks gekühlt) oder das Stück Apfel (natürlich aufpassen, dass er nicht verschluckt wird) beruhigt das gereizte Zahnfleisch
Mit der oft genannten Bernsteinkette haben wir keine konkreten Erfahrungen
Auch Ihre Apotheke hat für Sie Hilfsmittel parat:
• Ein homöopathisches Komplexmittel gegen Beschwerden beim Zahnen wäre z.B. Osanit© (bei Bedarf mehrmals täglich 8 Stück auf die Zunge des Kindes geben).
• Wenn die Nächte unruhig werden, helfen auch die homöopathischen Zäpfchen Virbucol©.
• Für die Folgeerscheinungen bieten sich noch weitere homöopathische Hilfsmittel an (Chamomillae, Ferrum...).
• Zahngels wie Dentinox©, das Lidocain und Kamille enthält oder OSA©, das auch Nelkenöl enthält, wendet man nach den Mahlzeiten und vor dem Schlafen an.
• Auch Schüssler Salze sind hilfreich (Calc.phosp.; Calc. fluor.; Silicea; Ferrum phos.; Kal. chlor.) wöchentlich bis mehrmals täglich eine Tablette, oder vermischt als Brei auf die schmerzende Zahnleiste.
• Wenn das Fieber zu hoch wird: Wadenwickel.
Noch einige Tipps für Eltern, deren Nachtruhe durch das Zahnen gestört ist:
Bachblüten für die geplagten Eltern:
Cerato zu Stärkung der Intuition, die weiß was für das Kind richtig ist.
Mimulus gegen die Angst, etwas falsch zu machen.
Olive gegen körperliche und seelische Erschöpfung.
Pine gegen das Gefühl nicht genug für das Kind zu tun.
Red Chestnut gegen die Überängstlichkeit um das Kind.
Wir wünschen Ihrem Kind und Ihnen eine ruhige Zeit des „Zahnens“ und einen Schönen Sommer!
© MarienApotheke, Mag. pharm. Monika ALVARADO-DUPUY KG, Rückertgasse 26, 1160 Wien